Von Wegbegleitern zu Wegbereitern

Oft sind es gerade die kleinen Anfänge, aus denen Großes erwächst. 1970 war das Jahr, in dem Hermann Essenpreis das erste Kapitel der Essenpreis Haustechnik GmbH schrieb – der Beginn einer Geschichte, deren Erfolg auf der Vision und der Tatkraft eines Mannes beruht.

Inspiriert vom Gründer, sind die beiden Söhne Thomas und Rüdiger Essenpreis auch heute beseelt von dem Anspruch, Gutes noch besser zu machen. Mit Zuversicht und Mut schreiben sie an der Firmengeschichte fort und stehen in und zu der Verantwortung, die ein wachsendes, kunden- und mitarbeiterorientiertes Unternehmen mit sich bringt.

Zuversicht – was bedeutet das für Sie als Mensch und Unternehmer?

„Zuversicht bedeutet der feste Glaube daran, dass etwas Positives geschehen wird. Wir sehen Zuversicht als ein wesentliches Merkmal bzw. Element in unserer Unternehmensführung. Betrachten wir beispielsweise ein Pokalspiel im Fußball, wo der „Underdock“ gegen den Bundesligisten antritt. Nur wer mit Zuversicht in dieses Spiel geht, wird nicht nur 100% Leistung sondern die berühmten 10% mehr abrufen können. Und … immer wieder passiert es, dass der vermeintlich Unterlegene seine Chance nutzt und das Spiel gewinnt.

So versuchen auch wir mit Zuversicht in die Zukunft zu gehen, dieses Element auf unser Team zu transportieren, um gemeinsam das Spiel zu gewinnen, d.h. erfolgreich zu sein. Zuversicht sehen wir als Basis für Motivation und Teambildung.“

 

Wenn sich Ihr Blick nach vorne richtet: Mit welchen Plänen gehen Sie in die Zukunft?

„Bis vor wenigen Jahren hat sich unsere Geschäftstätigkeit mehr oder weniger auf den Bau von Anlagen in den Bereichen Heizung und Sanitär beschränkt. Für viele Privathaushalte war nur die Frage Heizöl oder Erdgas zu klären. Mittlerweile ist die Branche, wie andere übrigens auch, im Umbruch.

Mit dem Klimawandel und spätestens mit dem Atomausstieg sind die Anforderungen an eine effiziente Wärmeerzeugung gewaltig gestiegen. Der Häuslebauer oder Modernisierer steht jetzt vor der Frage: wie erfülle ich diese Vorgaben? Hier stehen wir beratend zur Verfügung. Die vorgelagerte Beratung und Planung ist mittlerweile enorm wichtig. Nur durch eine individuelle Konzeption kann die bestmöglichste Lösung gefunden werden.

Aber auch der Kundenwunsch hat unser Portfolio verändert. Neue Anforderungen „Bad aus einer Hand“, Lüftungs- und Klimatisierungsanlagen, Wasseraufbereitung etc. haben zu einer Erweiterung unserer Produktpalette geführt.

Nun stehen wir vor einem weiteren großen Schritt in die Zukunft. Die in der Presse oft zitierte „Digitalisierung“ hat auch unsere Branche nicht nur erreicht sondern bereits mächtig aufgerüttelt. Wir sehen eine Vernetzung der klassischen Gewerke Heizung / Sanitär mit Elektrizität und die Erweiterung des Anlagenbaus um die vorgelagerte Konzeption und nachgelagerte Instandhaltung! Die APP-Kultur hält Einzug, z.B. im Rahmen einer Aufschaltung von Heizungsanlagen zur schnellstmöglichen Störungsbeseitigung und komfortablen Steuerung der Heizung von unterwegs aus.

Neben oder besser gesagt in Verbindung mit der Digitalisierung wandelt sich die klassische Wärmeerzeugung in kleine Zu-Hause-Kraftwerke um. Immer mehr Haushalte produzieren Wärme und Strom, nutzen diese Energien mit Hilfe moderner Speichertechnologien selbst oder versorgen Dritte. Ein Beispiel hierfür ist die Brennstoffzelle in Kombination mit Batteriespeicher. Dadurch entstehen virtuell Netzwerke sogenannte Communities. Der möglicherweise zusätzliche Fremdbedarf an Strom wird dabei anhand einer Flatrate abgerechnet, im Extremfall ist dieser sogar kostenlos.

Dies stellt eine große Herausforderung aber auch eine Chance dar, unser Unternehmen weiterzuentwickeln. Getreu nach dem Motto: Wer stehen bleibt, macht einen Schritt zurück.“

 

Sie vereinen in besonderer Weise Kreativität, Handwerkkunst und harte Arbeit. Wie stärken Sie ihre Belastbarkeit? Was tun Sie für Ihre Fitness?

„Als gewachsenes Familienunternehmen haben wir eine sehr starke Kundenbindung, was uns auch sehr wichtig ist. Die Betreuung von Projekten, die Unternehmensführung und die Unternehmensentwicklung /-steuerung führt gezwungenermaßen zu einer hohen Belastung.

Umso wichtiger ist es, sowohl körperlich als auch geistig entsprechenden Ausgleich zu erhalten und zwar präventiv. Wir beide sind mit dem Sport sehr stark verbunden, so spielen wir heute noch aktiv Tennis (in früheren Jahren auch Fußball), gehen regelmäßig Joggen (Ausdauer) und führen ein gezieltes Aufbautraining für die Rückenmuskulatur durch. Aufgrund längerer Sitzzeiten (Büro und Auto) sind regelmäßige, vorbeugende Aktivitäten sehr wichtig.

Weiterhin sind wir in verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten aktiv. Auch verspüren wir einen enormen Rückhalt unserer Familien. Hier tanken wir immer wieder Kraft für neue Herausforderungen.“